HR38 – Special: Verschwinden

  • Eröffnung/ Einleitung
  • Gründe zu verschwinden
  • Wo entstehen Daten
  • Desinformation
  • Spuren Vernichten
  • Keine neuen Spuren erzeugen
  • Aussichten
Film erwähnung: Gattaca 
Spuren Vermeiden
Im täglichen Leben hinterlässt man mehr Spuren als man denkt. Z.B. wenn ihr mit EC-Karte bezahlt, bei Amazon bestellt oder andere Elektronische Tätigkeiten. Selbst beim Abheben von Geld am Automaten. Um Spuren zu Vermeiden muss man also bewusst auf die Bequemlichkeiten des modernen Leben verzichten, so schwer es auch fallen mag. Nur mit Bargeld zahlen, komplett auf Elektronischen „Handel“ verzichten, und wenn es geht Sicherheitskameras aus dem Weg gehen. Man dürfte nicht einmal Autofahren denn an jeder Autobahn werden systematisch Autos und Nummernschilder gescannt. Wer wirklich Paranoid ist sollte auch noch beim Anfassen von Dingen Einweghandschue tragen, die man natürlich bei jeder Benutzung wegwirft, die Marken Regelmäßig wechselt und alles Bar bezahlt. Im allgemeinen darf man auf keinen Fall irgendwie sich eine Routine angewöhnen weil man darüber auch wieder „identifiziert“ werden kann. Das Chaos leben, unvorhersehbar regieren, das ist einer der Hauptschlüssel des vermeiden von Spuren. Ein Konto auf einen falschen Namen ist ein guter Anfang, wenn sowas denn möglich ist.
Falsche Spuren legen
Zuerst einmal muss man sich bewusst werden wo und wie Daten im Täglichen Leben anfallen. Vielen von uns ist es garnicht Bewusst wo sie überall spuren hinterlassen. Das ist allerdings nicht nur Schlecht man kann es auch gezielt nutzen um fehlinformationen zu Streuen und „Verfolger“ mit Deinformationen auf die Falsche fährte zu führen und so Zeit zu gewinnen.
Vodafone speichert eure GSM-Begeungsprofile 210 Tage die Telekom 30 Tage lang. Krass oder? Damit weiß man also wo ihr euch im Schnitt aufhaltet, wo ist euer Zuhause, wo geht ihr Arbeiten, auf welcher Strecke fahrt ihr immer hin und her, wo haltet ihr euch wann auf.
Chris Kahle
Erdenker von hard-reset
Mehrdeutigkeit, schwarzer Humor, Ironie machen mein Leben erst lebenswert und wer sich mit mir auseinandersetzt muss sich auf was gefasst machen ;-). Ich Improvisiere gerne, oft und gut, habe aber viel zu oft den Gedanken „das kann man sicher besser machen!“.

3 Gedanken zu „HR38 – Special: Verschwinden

  1. Pingback: Vorhersage Dienstag, 17.09.2013 | die Hörsuppe

  2. in der ganzen diskussion ist sovieles unsinnig..
    bei all der geteilten begeisterung zu dem thema..

    die allererste frage, die ihr leider überhauptnicht definiert:
    WARUM bzw WOVOR möchte ich verschwinden?!

    geht es darum meinen geburtsnamen in vergessenheit zu bringen?
    dann reicht eine neue identität und ein ganz normales geregeltes leben. mit allen spuren, die das leben mit sich bringt.

    geht es darum überhaupt keine spuren im öffentlichen raum zu hinterlassen?!
    erste frage: warum sollte ich das wollen?
    das würde jeglichen verzicht auf kontakt zu irgendwem ausschließen. denn jeder mensch, jeder kontakt ist eine öffentliche spur.
    wenn ich mit dem öffentlichen gesellschaftsleben inkl der regelungen und kontrollen nicht zurechtkomme, dann ist der survival weg im sinne einer kommune/wildnis der weg der wahl. aber dann spielt für mich auch kontakt zu der verabscheuten gesellschaft keine rolle. somit auch kein internetbedarf.

    das klassische spionsszenario: als annonymer mensch in fremder umgebung leben ist ganz klar fall1. und dieses braucht falsche daten. und dann geht es sehr wohl darum spuren zu hinterlassen. aber eben so massentauglich unauffällige, dass man nicht und niemals heraussticht.

    anderer elementarer punkt: wird man gesucht? ist das leben in gefahr?
    wäre einfache flucht eine option oder habe ich eine ‚mission‘ also noch etwas zu erledigen, weshalb ich das risiko des entdecktwerden eingehen müsste und mich nicht einfach entziehen kann?

    insg macht leben ja aber auch nur sinn, solange es lebenswert ist.
    wer will ein leben im keller fristen. wofür dann überhaupt leben?
    ein leben in angst, ohne kontakt und ohne ziel?
    dann wäre ein freitod evtl sogar die beste lösung, wenn es denn genügend gründe gegen das leben in aktuellen umständen gäbe..

    die wichtigste frage wie gesagt ist und bleibt das warum man verschwinden will. und dann gilt es für dieses spezielle szenario eine lösung bzw einen plan zu entwerfen, der als ziel ein weiterhin möglichst normales leben erlaubt.
    wo das dann auch immer sein mag. abhängig von der ursprünglichen ‚gefahr‘ bzw dem ursprünglichen grund für das verschwinden.

    • Hallo xxnxx,

      erstmal danke für deinen Kommentar. Ich stimme dir in deinen Überlegungen voll und ganz zu. Wir haben versucht es Allgemein zu halten, und haben zumindest Versucht alle möglichkeiten mal anzureißen. Eine Anleitung kann man glaube ich Generell nicht so einfach liefern. Es braucht dann doch immer einen Maßgeschneiderten Plan um zu verschwinden.

      Ich hoffe dir hat die Folge trotzdem gefallen, und vor Chaos haben wir ja gewarnt und es war eine Disskussion ;-).

      Gruß
      Chris

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